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Das 6. S&F-Symposium im Veranstaltungsforum Fürstenfeldbruck mit weit über 250 Besuchern widmete sich in diesem Jahr dem modernen Verpflegungsmanagement sowie Best Practises für Individual-, Gemeinschafts- und Systemgastronomie.
Im Rahmen der zweitägigen Veranstaltung wurde der 2. Förderpreis für innovatives Verpflegungsmanagement 2009 verliehen. Parallel zu den Fachvorträgen fand ein Industrieforum statt. Zahlreiche Food- und Nonfood-Aussteller nutzten die Gelegenheit, in angenehmer Atmosphäre ihre Produkte zu präsentieren.
Nicht zuletzt konnten die Veranstalter und Geschäftsführenden Gesellschafter von S&F-Consulting Modernes Verpflegungsmanagement, Dipl.-Kfm. (Univ) Marcus Seidl und Ulrich Fladung, das 10- jährige Bestehen ihres Unternehmens begehen.
Inhaltlich war das 6. S&F-Symposium in vier große Themenblöcke aufgeteilt. Zum Schwerpunkt „Kommunikation und Konzepte“ wies Prof. Dr. Marcus Gardini in seinem Impulsvortrag „Die Botschaft der Gastro-Marke: Versprechen müssen gehalten werden“ insbesondere auf die Faszination von Marken hin, die die Kaufentscheidung erleichtern. Anhand zahlreicher Beispiels schlüsselte der Professor für Dienstleistungsmarketing und Internationales Hospitality Management an der Hochschule Kempten und wissenschaftlicher Direktor von TREUGAST, die Merkmale auf, wie man „eine starke Marke“ entwickelt. Eine seiner Kernaussagen lautete: eine Marke ist mehr als nur ein Produkt. Vielmehr gilt es, die aus Kundensicht emotionalen Vorteile herauszustellen und entsprechend zu penetrieren.
Wie man mit „Vertrauen & Ehrlichkeit“ zu positiven Unternehmensergebnissen kommen kann, zeigte Andreas W. Ehrich, Geschäftsführer der ZF Gastronomie Service GmbH, Friedrichshafen, in seinem Praxisvortrag auf. Gemäß der Umsetzung der hausinternen Verpflegungsphilosophie setzt man bei ZF auf die beiden Werte Vertrauen und Ehrlichkeit. Ein zugegebenermaßen schwieriger und langwieriger Prozess. Zumal Kompromissbereitschaft bei geringer Kontrolle und ohne Verzicht auf das Mitspracherecht des Personals die Basis für dieses ethisch motivierte Geschäftsmodell bildet. Man komme – so Ehrich – dem selbst gesetzten ehrgeizigem Ziel „Schnelligkeit, Flexibilität und Qualität“ kontinuierlich näher.
In einem weiteren Praxisvortrag zum Thema „Qualitätskontrolle“ zeigte Marion Hohnschopp, Heimträger und Geschäftsführerin SeniorenZentrum am Markt, Horn-Bad Meinberg, die Umsetzung von Qualitätsstandards in ihrem Hause auf. Mit großer Eigeninitiative, Begeisterung und Motivationsfähigkeit gelang es der examinierten Krankenschwester die einst wenig vorzeigbare Einrichtung Haus am Park zum heutigen Vorzeigebetrieb SeniorenZentrum am Markt umzukrempeln. Insbesondere die vorhandenen Defizite waren es, die Marion Hohnschopp zum Handeln motivierten. Die schonungslose Analyse von Defiziten im baulichen Bereich, bei der Verpflegung sowie bei der Struktur- und Prozessqualität führten zur Einführung und Erhaltung eines Qualitätsmanagementsystems. Damit einhergehend wurde ein systematisches Controlling in allen Bereichen sowie ein offener Umgang mit erkannten Schwächen installiert. Dadurch entstand eine erwünschte, kontinuierliche Verbesserung durch die Mitarbeiter mit dem Ziel, eine hohe Bewohner-/Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit zu erreichen. Wie erfolgreich das Seniorenheim arbeitet, zeigt unter anderem die Auszeichnung mit dem Gütesiegel „Sturzpräventive Einrichtung“, ein Prädikat, dass das SeniorenZentrum am Markt als erste lippische Einrichtung für sich verbuchen kann.
Auf dem Podium diskutierten Uwe Brucker, Fachgebietsleiter Pflegerische Versorgung, Medizinischer Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen (MDS), Prof. Dr. Volker Peinelt, der an der Hochschule Niederrhein die Zertifizierung und Verwertung der Verpflegung in Ganztagsschulen sowie in Kindertagesstätten leitet, sowie Ulrich Fladung, Geschäftsführer von S&F Consulting. Dr. med. Dr. rer.nat. Klaus Piwernetz führte mit geschickten Fragen durch die anregende Diskussion.
Im Fokus stand die neue Tranzparenzvereinbarung (vom 17. Dezember 2008), die dafür sorgen soll, das den Verbrauchern handfestere Entscheidungskriterien für die richtige Wahl eines Pflegeheim zur Verfügung stehen. Andererseits – so Prof. Dr. Peinelt – sorgt die Dokumentationspflicht im Rahmen der Zertifizierung, dass man immer wieder die Sachlage hinterfragt und Abteilungsübergreifend Änderungen vornimmt. Darin waren sich die Referenten einig: die Zertifizierung von Pflegeeinrichtungen ist durch die neue Transzparenzvereinbarung in den einzelnen Qualitätskriterien wesentlich konkreter geworden. Zudem erzieht sie die Mitarbeiter zum wünschenswerten Selbstmanagement.
Der Eventabend in der Tenne mit Kulinarischem aus dem Verpflegungskonzept von Sternekoch Axel Kammerl, Küchenchef Landhaus zu den Rothen Forellen, Isenburg, beeindruckte ebenso wie das singende Showtalent Viktoria Lein, die mit ihrem Auftritt für den gesellschaftlichen Part sorgte. Am zweiten Symposiumstag standen die Themenschwerpunkte „Hygiene- und Risikomanagement“ sowie „Unternehmensführung“ zur Diskussion.
Schließlich forderten zwei besondere Ereignisse die Aufmerksamkeit des Publikums heraus. So ging der Förderpreis Innovatives Verpflegungsmanagement an die Vitanas GmbH. Jens Krieg, Leiter des in Berlin ansässigen Unternehmens, nahm die Auszeichnung (1000 Euro-Scheck, Förderpreis-Trophäe und Fachbuch) dankend entgegen. Die Laudatio hielt Prof. Dr. Jens Wetterau von der Hochschule Niederrhein.
Für die im Jahr 1999 von Dipl-Kfm. (Univ.) Marcus Seidl und Küchenmeister Ulrich Fladung gegründete S&F-Consulting steht unverändert der „Zufriedene Kunde“ im Vordergrund des Unternehmensgeschehens. Das Anfangs auf Best Practise-Küchenmanagement spezialisierte Unternehmen verfügt heute über ein interdisziplinär besetztes Team. Erklärtes Ziel von S&FConsulting ist es, „maßgeschneiderte und betriebsspezifische Konzepte“ für die Kunden zu erstellen. Dass Marcus Seidl und Ulrich Fladung dieses Ziel offensichtlich erfolgreich im Auge behalten, beweist das 10-jährige Betriebsjubiläum!
Brigitte Karch M.A. Weitere Informationen: www.sundf-consulting.de www.vitanas.de
Pressebericht in der Novemberausgabe des GV-Manager.
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